Deutsch 🇨🇭🇩🇪

  • Verhalten ist oft Kommunikation

    Wenn Kinder laut werden, sich verweigern, impulsiv reagieren oder Regeln brechen, wird schnell über Verhalten gesprochen. Das Kind ist schwierig. Das Kind ist anstrengend. Das Kind will nicht. Solche Zuschreibungen passieren schnell. Sie wirken klar, einfach und logisch. Gleichzeitig greifen sie oft zu kurz. Denn Verhalten ist nicht nur Verhalten. Sehr oft ist Verhalten eine…

  • „Wer bin ich?“ – Ein Rückblick auf die Tagung zu Neurodivergenz und Geschlechtsidentität

    Am 13. März 2026 fand in Zürich eine wegweisende Tagung statt, die sich einer der komplexesten Fragen unserer Zeit widmete: Wie hängen neurobiologische Vielfalt und die Entwicklung der Geschlechtsidentität bei Kindern und Jugendlichen zusammen?. Unter dem Titel „Wer bin ich?“ beleuchteten Expertinnen aus Medizin, Psychologie und Pädagogik die Schnittmengen zweier Spektren, die in der klinischen Praxis und…

  • Kleine Erfolge

    In der Sozialpädagogik sprechen wir oft über grosse Ziele. Entwicklung, Selbstständigkeit, Fortschritt. Diese Begriffe sind wichtig, aber im Alltag meiner Arbeit zeigen sich Veränderungen meistens anders. Sie beginnen klein. Ich arbeite mit Kindern in einem Internat einer Sprachheilschule. Viele dieser Kinder haben bereits erlebt, dass Dinge nicht so funktionieren wie bei anderen. Sprache ist schwierig.…

  • Wenn Energie nicht unendlich ist

    Lange Zeit habe ich – still und unhinterfragt – geglaubt, dass Energie etwas ist, das man immer noch ein bisschen weiter dehnen kann. Man ist müde, also zieht man durch. Man ist überfordert, also reisst man sich zusammen. Ausruhen kann man später. Diese Vorstellung ist überall. Sie steckt in unserer Arbeitskultur, in unserem Verständnis von…

  • Warum es wichtiger ist, Freiwillige und Organisationen zu verbinden, als wir denken

    Freiwilligenarbeit wird oft als einfacher Austausch dargestellt: Zeit geben, Hilfe erhalten. In Wirklichkeit ist sie jedoch viel mehr als das. Sie ist einer der wenigen Bereiche, in denen individuelle Motivation auf gesellschaftlichen Bedarf trifft. Wo Menschen nicht nur Teil der Gesellschaft sind, sondern aktiv mitgestalten. Wenn Freiwillige und Organisationen auf sinnvolle Weise zusammenfinden, werden Gemeinschaften…

  • Warum ich jedes Jahr Kevin allein in New York schaue

    Mit der Zeit verschob sich mein Blick auf den Film. Was mich früher vor allem unterhielt, hat heute eine zweite Ebene. Die Figur der Taubenfrau, die Einsamkeit in der riesigen Stadt und die Wärme der Begegnung lassen sich gut mit der Theorie der narrativen Identität verbinden. Diese besagt, dass Menschen ihre Identität durch Geschichten formen…

  • ADHS-Medikation, Wohlbefinden und das Gewicht von Stigma

    Über Medikamente zu schreiben fühlt sich immer noch verletzlich an. Nicht, weil das Thema medizinisch besonders kontrovers wäre, sondern weil es etwas sehr Persönliches berührt: die Vorstellung, dass Unterstützung zu brauchen irgendwie ein persönliches Versagen sein könnte. Ich möchte das klar und verantwortungsvoll festhalten: Ich bin kein Arzt, kein Psychiater und keine medizinische Fachperson. Das…

  • Zukunft auf der Nase? | Even Realities G1 | Kurzreview

    In diesem Video präsentiere ich die Even Realities G1 im Alltagstest. Ich zeige, wie die Brille funktioniert, welche Features sie bietet – wie etwa das Überlagern digitaler Inhalte in der realen Welt – und spreche über meine persönlichen Erfahrungen als Brillenträger. Dabei geht es auch um Vor- und Nachteile der Brille, praktische Einsatzmöglichkeiten und wie…

  • Gen Z und Mental Self‑Care 2025: Gedanken zu Achtsamkeit auf Social Media

    Zwischen Vergleichen, Chaos und kleinen Lichtblicken: Wie ich über Social Media nach und nach gelernt habe, achtsam zu bleiben – und was das für mich bedeutet.

  • NeuroSpace-Fantasiereise, Teil 1: Ein Arbeitsplatz, der wirklich zu dir passt

    Stell dir vor, du gehst zur Arbeit – und dein Nervensystem atmet auf. Nicht, weil du dich zusammenreissen musst, sondern weil dieser Ort wirklich für dich gedacht wurde. Nicht als neurotypische Norm mit einem bunten Diversity-Sticker, sondern als Raum, in dem dein Denken, Fühlen und Arbeiten ernst genommen wird. Der Tag beginnt ohne Druck. Kein…